Luftaufnahmen mit Drohnen

So finden Sie die richtige Drohne für Ihre Luftaufnahmen

Luftaufnahmen mit Drohnen werden immer beliebter, bieten Sie doch eindrucksvolle Perspektiven und unendlich viele Möglichkeiten ein Objekt, ein Gebäude, Gruppen von Personen oder einfach nur eine beeindruckende Landschaft einzufangen.

Wir zeigen Ihnen auf unserer Website, was mit aktuellen Drohnen mit Kameras alles möglich ist und welches Modell sich am besten für die jeweilige Aufgabe eignet. Auch erklären wir Ihnen, wann es sinnvoll sein kann, sich eine Drohne zu mieten, anstatt diese zu kaufen.

Da es mittlerweile eine schier unendliche Auswahl an Drohnen zu kaufen gibt, fällt die Wahl der passenden Drohne nicht leicht. Wir hoffen Ihnen mit unserer Übersicht die Auswahl zu erleichtern, damit auch Sie am Ende die passende Drohne für hochwertige Luftaufnahmen finden!

  1. Was ist mit aktuellen Kameradrohnen möglich?
  2. Drohne kaufen oder Drohne leihen?
  3. Die wichtigsten Kaufkriterien für Kameradrohnen
  4. Gesetzeslage
  5. Wie finde ich die passende Drohne für meine Luftaufnahmen?

 

Was ist mit aktuellen Kameradrohnen möglich?

Die Entwicklung von Multicoptern (Link zu Wiki) hat in den vergangenen Jahren rasant an Fahrt aufgenommen und immer neue Quadrocopter, Hexacopter und Octocopter drängen auf den Markt.

Waren vor einigen Jahren noch Drohnen mit HD-Kamera das non plus ultra, sind Full HD-Kameras heutzutage weitestgehend Standard. Auch Drohnen mit 2K- und 4K-Kameras sind mittlerweile erhältlich – und das sogar zu einigermaßen erschwinglichen Preisen.

Drohnen für den Hobbybereich

Im Hobbybereich haben sich hierbei vor allem Quadrocopter mit Kamera durchgesetzt, die im Gegensatz zu Hexa- oder Octocoptern weitaus kompakter und leichter sind. Auch gibt es immer mehr faltbare Drohnen zu kaufen, bei denen die Ausleger und manchmal auch die Propeller für den Transport zusammengeklappt werden können.

Trotz ihrer geringen Größe und des meist moderaten Gewichts sind aktuelle Quadrocopter mittlerweile oftmals hervorragend ausgestattet. So können Sie beispielsweise mit Drohnen wie der DJI Mavic 2 Pro problemlos hochauflösende 4K-Videos anfertigen oder Fotos mit bis zu 20 Megapixeln aufnehmen. Auch die maximalen Flugzeiten und Reichweiten haben sich in den vergangenen Jahren stetig gesteigert. 20 Minuten Flugzeit und Reichweiten von über einem Kilometer sind heutzutage keine Seltenheit mehr.

Besonders praktisch und hilfreich sind zudem die vielen existierenden intelligenten Flug- und Aufnahmemodi, die Sie beim Filmen und Fotografieren unterstützen. Funktionen wie Follow Me, Orbit Me, Wegpunkt-Navigation oder TapFly gehören bei vielen Coptern mittlerweile zur Grundausstattung.

Drohnen für den Profi-Bereich

Bei Drohnen für den gewerblichen Einsatz handelt es sich oftmals um Hexacopter oder Octocopter. Der Vorteil dieser beiden Drohnenmodelle liegt vor allem in der erhöhten Redundanz. Sollte während des Fluges ein Rotor ausfallen, stehen noch genügend Propeller zur Verfügung, um einen Absturz zu verhindern und die Drohne samt Equipment sicher zu landen.

Des Weiteren eignen sich Drohnen ab der Größe eines Hexacopters so gut für den professionellen Einsatz, da sie höhere Nutzlasten als ein Quadrocopter transportieren können. Dies ist vor allem dann praktisch, wenn anstatt einer normalen Kamera für Luftaufnahmen auch noch andere Instrumente und Sensoren in die Luft befördert werden sollen.

So kommen beispielsweise für viele Anwendungen in der Landwirtschaft Multispektralkameras zur Überwachung der Vegetation zum Einsatz. Und auch für wissenschaftliche Studien werden oftmals unterschiedlichste Instrumente, wie z. B. ein Bodenradar, Barometer oder Hygrometer benötigt, die für einen Quadrocopter meist viel zu schwer wären.

Falls Sie jedoch vor allem Luftbildaufnahmen von Objekten, Personen oder Gebäuden erstellen wollen, reicht ein hochwertiger Quadrocopter oftmals bereits aus und die Anschaffung eines Hexa- oder Octocopters wäre überdimensioniert.

Je nach Anspruch an Ihre Kameraaufnahmen erhalten Sie bereits für etwa 500 Euro eine brauchbare Kameradrohne. Die aktuell besten Ergebnisse erzielen Sie hingegen nur mit Top-Drohnen wie der DJI Mavic 2 Pro, für die etwas mehr als 1000 Euro fällig werden.

 

Drohne kaufen oder Drohne leihen?

Das kommt natürlich ganz darauf an. Wenn Sie lediglich einmalig eine Luftaufnahme mit einer Drohne erstellen möchten, beispielsweise von Ihrem Firmengebäude, kann sich die Anschaffung einer teuren Kameradrohne manchmal nicht rentieren. In diesem Falle wäre es besser, sich die Drohne nur zu leihen, anstatt sie zu kaufen. Immer mehr Unternehmen haben sich auf den Verleih von Drohnen spezialisiert und bieten oftmals auch kurze Kurse zur Einführung an.

Sofern Sie jedoch nicht nur einmal, sondern regelmäßig Luftaufnahmen mit Drohnen erstellen möchten, raten wir Ihnen dringend zum Kauf einer eigenen Drohne. Vor allem werden Sie feststellen, dass Ihre Aufnahmen mit der Zeit immer besser werden – Übung macht halt auch hier den Meister!

 

Die wichtigsten Kaufkriterien für Kameradrohnen

Da die Auswahl an Multicoptern stetig größer wird, kann es schwierig sein, die passende Drohne für die eigenen Ansprüche zu finden. Im Folgenden wollen wir Ihnen daher ein paar Tipps mit an die Hand geben und Ihnen zeigen, auf was Sie beim Drohne kaufen achten sollten.

GPS-Modul

Zunächst einmal sollte eine Drohne für Luftaufnahmen auf jeden Fall über ein GPS-Modul zur Positionsbestimmung verfügen. Nur mit Hilfe von GPS (oder auch einem anderen Positionsbestimmungssystem) weiß die Drohne stets wo sie ist und kann ihre aktuelle Position in der Luft eigenständig halten. Dies ist für das Anfertigen hochwertiger Fotos als auch Videos unerlässlich, denn ohne GPS würde die Drohne sofort abdriften.

Außerdem benötigen viele der intelligenten Flugmodi wie Follow Me GPS, um überhaupt zu funktionieren. Auch die allseits bekannte Funktion Return-to-Home ist auf ein GPS-Modul angewiesen.

Die Kamera

Als nächstes sollten Sie natürlich nach einer Drohne mit einer möglichst hochauflösenden Kamera Ausschau halten. Wir empfehlen Ihnen auf jeden Fall zu einer Drohne mit 4K-Kamera zu greifen, alles andere ist schon nicht mehr Stand der Technik.

Achten Sie zudem darauf, dass der verbaute Kamerasensor möglichst groß ist. Je größer der Sensor, desto lichtempfindlicher ist er und umso besser werden Fotos und Videos auch in lichtschwachen Umgebungen gelingen.

Der Gimbal

Als nächstes sollten Sie tunlichst darauf achten, dass die Drohne über einen sogenannten Gimbal verfügt. Ein Gimbal ist die Aufhängung der Kamera, die dafür sorgt, dass die Schwingungen der Drohne nicht auf die Kamera übertragen werden. Allgemein unterscheidet man zwischen 1-Achs-, 2-Achs- und 3-Achs-Gimbals. Die Zahl gibt jeweils an, wie viele Achsen stabilisiert werden. Für bestmögliche Ergebnisse raten wir Ihnen zum Kauf einer Drohne mit 3-Achs-Gimbal – nur mit einer solchen Kameraaufhängung gelingen komplett ruckelfreie Aufnahmen und butterweiche Kameraschwenks.

Flugzeit & Reichweite

Die beste Kamera samt Gimbal nützt natürlich herzlich wenig, wenn die Drohne nur ein paar wenige Minuten in der Luft bleiben kann und nicht genügend Flugdauer zum Anfertigen der geplanten Videos zur Verfügung steht.

Aktuelle Drohnenmodelle weisen oftmals Flugzeiten von ca. 20 bis 30 Minuten auf. Dies ist eine ausreichend lange Zeitspanne, um mindestens ein Objekt in Ruhe filmen zu können. Für eine Verlängerung der Flugzeit im Gelände können Sie sich zusätzlich noch weitere Akkus anschaffen, die Sie vor dem Flug alle vollständig aufladen. So werden auch ausgedehnte Projekte möglich.

Da Drohnen in Deutschland ausschließlich in Sichtweite geflogen werden dürfen, sollte man denken, dass die Reichweite nur eine untergeordnete Rolle beim Drohnenkauf spielt – aber weit gefehlt! Je höher die potentielle Reichweite der Drohne ist, desto stabiler wird die Signalübertragung sein. Auch wenn viele Hersteller mit hohen Maximal-Reichweiten werben, sieht die Praxis doch oft anders aus. Die angegebenen Werte sind meist nicht reproduzierbar, da viele Faktoren die Übertragungsqualität negativ beeinflussen können. Achten Sie daher auf eine möglichst hohe Reichweite, auch wenn Sie diese nie ganz ausfliegen werden.

Gesetzeslage

Die Gesetzeslage für Flüge mit Drohnen unterscheidet sich von Land zu Land. Informieren Sie sich daher vor einem Auslandsaufenthalt stets über die aktuell geltenden Gesetze und Vorschriften.

In Deutschland gilt es einige Beschränkungen zu beachten. Grundsätzlich benötigen Sie für den Betrieb von Drohnen eine entsprechende Drohnen-Haftpflichtversicherung. In einigen Fällen können Sie auch Ihre private Haftpflichtversicherung um einen weiteren Passus erweitern.

Des Weiteren ist das Überfliegen von Wohngebieten, Autobahnen und größeren Menschenansammlungen untersagt, es sei denn Sie verfügen über eine entsprechende Ausnahmegenehmigung.

Auch gibt es diverse Flugverbotszonen, z. B. im Umkreis von Flughäfen oder Kraftwerken, die nicht überflogen werden dürfen. Eine genaue Auskunft erhalten Sie auf dieser Website.

Außerdem gelten deutschlandweit Beschränkungen in Hinblick auf das Gewicht der Drohne. Sofern der Copter mehr als 250 Gramm wiegt, müssen Sie ein feuerfestes Kennzeichen samt Name und Adresse an der Drohne anbringen.

Ab einem Abfluggewicht von 2 Kilogramm benötigen Sie auch noch einen sogenannten Kenntnisnachweis, der online beim DMFV erworben werden kann. Für Flüge mit Drohnen ab einem Gewicht von 5 Kilogramm besteht generell eine Erlaubnispflicht seitens der zuständigen Behörden.

 

Wie finde ich die passende Drohne für meine Luftaufnahmen?

Wir hoffen, Ihnen mit unseren Tipps bereits eine erste Entscheidungsgrundlage für Wahl der passenden Drohne für Ihre Luftaufnahmen geliefert haben zu können. Natürlich ist dieser Artikel nur ein erster Einstieg in das Thema. Vor allem die jeweiligen Unterschiede der verschiedenen Drohnen untereinander übersteigen den Umfang dieses Textes.

Glücklicherweise gibt es im Internet aber eine Vielzahl an Drohnenportalen und Vergleichswebsites, die die einzelnen Modelle ausführlich beschrieben und detailliert über die jeweiligen Unterschiede berichten. Eine sehr informative Website finden Sie beispielsweise hier. Die Website von Drohnen-Vergleich bietet einen großen Überblick aktueller Multicopter für den Hobbybereich. Auch professionelle Drohnen werden hier vorgestellt.

Falls Sie bereits wissen, dass Sie sich eine Drohne eines bestimmten Herstellers wie z. B. DJI oder Yuneec zulegen wollen, empfehlen wir Ihnen stets direkt beim Hersteller zu kaufen. Nur so erhalten Sie manchmal zusätzliche Leistungen, die beim Kauf über große Online-Shops oftmals nicht zum Kaufumfang gehören.